Unsere Schlösser

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DAS CHATEAU DE THOUZON

LE THOR

chateau de thouzon

Auf dem Hügel von Thouzon stehen die Ruinen eines ehemaligen befestigten Klosters, das das « Schloss von Thouzon » genannt wird. Es besteht aus zwei Kapellen und mehreren Nebengebäuden und wird von einem Doppelwall geschützt. Die ältesten Überreste stammen vom Anfang des 11. Jahrhunderts (der Bischof  von Cavaillon hatte 1014 den Besitzanspruch bestätigt) und sind Ruinen eines benediktinischen Priorats, das von den Mönchen der Abtei Saint André de Villeneuve les Avignon gegründet worden war. Über die nächsten zwei Jahrhunderte wurde diese Priorei befestigt und mit einem beeindruckenden Verteidigungssystem ausgestattet, zu dem eine Kurtine mit vier Wehrtürmen gehörte.

Die Ansiedlung wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts verlassen. Das Panorama von hier aus ist wunderschön:  es erstreckt sich von den Monts de Vaucluse bis zum Mont Ventoux. Der Ort ist ideal für Picknicks und Wanderungen.

→ Ein Wanderweg führt von den Grotten von Thouzon aus bis zum Kloster auf dem Hügel.

 

DAS SCHLOSS DER BISCHÖFE VON CAVAILLON UND DES PETRARCA

FONTAINE DE VAUCLUSE

chateau de petrarque

Stolz überragen die Ruinen des ehemaligen Schlosses der Bischöfe von Cavaillon das Städtchen Fontaine de Vaucluse. Das Schloss liegt auf dem großen Felsplateau, das die Quelle der Sorgue umschließt, und gibt ein sehr romantischen Bild ab. Es wurde im 12. Jahrhundert erbaut und zwei Jahrhunderte später von Philippe de Cabassole, dem damaligen Bischof von Cavaillon, zu seinem Sommersitz erkoren. Francesco Petrarca, der sich in Fontaine de Vaucluse von der Welt zurückzog, wurde ihm ein Freund und stattete ihm hier häufig Besuche ab.  

→ Ein Wanderweg beginnt beim Fremdenverkehrsbüro in Fontaine de Vaucluse.

 

DAS CHATEAU DE FONTSEGUGNE, DER GEBURTSORT VON « FELIBRIGE »

CHATEAUNEUF DE GADAGNE

felibriges

Das Schloss Fontségugne in Chateauneuf de Gadagne, um 1860 erbaut, liegt auf dem Hochplateau von Cancabèu (Campbeau). Während der Revolution - die Bewohner hatten ihre Habe noch schnell in ihr Stadthaus nach Avignon geschafft - wurde das Schloss weder geplündert noch niedergebrannt - dafür aber Stein um Stein abgetragen. Seine Türen, Fenster und Schlösser zieren noch heute die Häuser des Dorfes.

Im 19. Jahrhundert ging das Schloss in den Besitz der Familie Giéra über. Paul Giéra war Mitglied einer Gruppe von jungen Dichtern, die in provenzalischer Sprache schrieben und ihre Treffen häufig hier im Schloss abhielten. Bei einer dieser Zusammenkünfte, am 21. Mai 1854, gründeten  Paul Giéra, Joseph Roumanille, Théodore Aubanel, Anselme Mathieu, Jean Brunet, Anfos Tavan (ein örtlicher Bauer und Dichter) und Frédéric Mistral eine Institution zu dem Zweck, die provenzalische Sprache wieder zu Ehren zu bringen: « le Félibrige ».

So wurde Châteauneuf de Gadagne zur Wiege einer provenzalischen Wiedergeburt, die sich für die Verteidigung der Sprache und die Erhaltung der Traditionen einsetzte. Fünfzig Jahre später, im Jahr 1904, wurde Frédéric Mistral mit einem der ersten Literatur-Nobelpreise geehrt, und noch heute  verfolgt « le Félibrige » die Ziele, die es sich eineinhalb Jahrhunderte früher im Schloss von Fontségugne gesetzt hatte.

→ Das  « Festival du Felibrige » findet jedes Jahr im Juli statt.  Ausführliche Information zu « le Félibrige » finden Sie unter: http://www.chateauneufdegadagne.fr/

 

 

DAS SCHLOSS DER FAMILIE DE SADE

SAUMANE DE VAUCLUSE

chateau de saumane

Das Schloss gehört heute dem Département und wird vom Gemeindeverband des Pays des Sorgues et des Monts de Vaucluse verwaltet. Dank dieser Organisation ist dieser Herrensitz, in dem der zukünftige Marquis de Sade einen Teil seiner Kindheit verbrachte, Gegenstand eines großangelegten Restaurierungsprojekts. Der Bau selbst ist inzwischen abgedichtet und gegen Wettereinflüsse geschützt, sodaß die Innenrestaurierung sowie die Arbeiten im Schlossgarten in Angriff genommen werden können. Die Orangerie soll zu einem Speisesaal umgewandelt werden (die Arbeiten sind für das Jahr 2014 geplant), der Saal der Umzugskarossen soll zu einem Plenarsaal werden und die Verteidigungsanlagen sollen besser zur Geltung gebracht werden.

Im 12. Jahrhundert wurde ein Castrum errichtet, das wahrscheinlich die ersten Häuser von Saumane miteinschloß. Das Schloss selbst wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein häufig baulichen Veränderungen unterzogen; in dieser Zeit wurden die ersten « Landhäuser », die sogenannten « Bastides », erbaut. Das Hauptgebäude der Bastide besteht aus einem einfachen, viereckigen Bau mit drei Stockwerken: Erdgeschoss, erster Stock und ein Zwischengeschoß. Im 18. Jahrhundert wurde das Lehensgebiet zum Markgrafentum erhoben. Die Mitglieder der Familie de Sade, in deren Besitz es damals war, taten sich in kirchlichen, diplomatischen und literarischen Bereichen hervor. Donatien Alphonse François de Sade, der unter dem Namen seines Titels,  « Marquis de Sade », Berühmtheit erlangte, verlebte hier einen Teil seiner Kindheit. Die Fantasie des Jungen muß von dieser Zeit stark geprägt worden sein.

Im Jahr 1759 beschloß er, bestimmte Räume umzugestalten und ihnen eine eigene Funktion zuzuschreiben, wie etwa « Salon » und « Vorzimmer ». Wir verdanken es dem Portät des Abtes de Sade in Saumane vom Marquis de Lassay (1759), daß wir heute eine Vorstellung davon haben, welche Bilder damals bestimmte Räume schmückten. So schrieb der Marquis de Lassay in seinem Werk:

 « Als der Abt de Sade in diese Welt eintrat, besaß er als sein einziges Gut ein Schloss auf einer Anhöhe. Das Äußere war sehr unregelmäßig: auf dem Dach des Hauses befand sich eine große Anzahl von Wetterfahnen; in den ersten Zimmern gab es nichts als Darstellungen der Liebe; dann kam man in einen großen Salon, in dem der Herr des Schlosses die Gesellschaft empfing (…) »

 

Die Ausstattung dieses Raumes ist leider nicht mehr zu sehen, da das Schloss im 20. Jahrhundert einer sehr unglücklichen Restaurierung unterzogen wurde. Die Ausstattung des Salons ist jedoch erhalten geblieben. Saumane gehört zu den Schlössern, deren lehnsherrschaftliche Charakterzüge bis ins 16. Jahrhundert überlebten. Die Besitzer vergrößerten die Nordseite, ohne jedoch die älteren Strukturen zu verändern. Daher bestehen heute noch verschiedene Baustile nebeneinander:  Mittelalter, Renaissance und Barock.

Der Fremdenverkehrsverein organisiert Führungen und ein Nebengebäude des Schlosses ist als Kollektivunterkunft eingerichtet (18 Übernachtungsgäste). Von Juli bis September bietet das interkommunale Fremdenverkehrsamt einmal pro Woche Führungen unter der Leitung von ausgebildeten Fremdenführern an.

→ Mehrere Wanderwege starten in Saumane de Vaucluse.