Fontaine de Vaucluse

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Das Dörfchen hatte das Privileg, dem 1793 gegründeten Département seinen Namen zu verleihen, während die außergewöhnliche Landschaft von Vaucluse (von « Vallis clausa », «das verschlossene Tal », auf dessen Grund die Sorguequelle liegt) wiederum dem Dorf  seinen Namen verschuf, der übrigens schon im 10. Jahrhundert in offiziellen Urkunden erwähnt wurde.

Das zauberhafte Fleckchen  « La Fontaine de Vaucluse» - Die Quelle von Vaucluse -  zieht Besucher seit jeher in seinen Bann.

 

Schon im Altertum war die Stätte vielbesucht. Kürzlich erfolgte archäologische Entdeckungen (2002-DRASSN-SSFV) zeugen von einem wahren Kult des Wassers. Am Ausgang einer tiefen, begrünten Schlucht und am Fuß eines beeindruckenden, von der Erosion geschaffenen Felsengebildes, entspringt der schönste Fluß unseres Départements : die Sorgue von Vaucluse. Nur ein paar Hundert Meter von dem malerischen Dorf enfernt, dem das Tal seinen Namen gab.

Mit ihrem Durchschnitt von 630 Millionen Kubikmetern Wasser  im Jahr ist dies die größte Quelle Europas und auch eine der größten der Welt, was die Wassermenge betrifft. Sie wird von einem riesigen unterirdischen Wassernetz gespeist.

Die Quelle ist friedlich und frisch im Sommer und im Winter, während sie im Frühjahr und im Herbst wild brodelt und tost - ein nie endendes Schauspiel der Natur.  

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste Tauchversuch in den Schacht der Sorguequelle unternommen - ein senkrechter Trichter von 308 Metern Tiefe; nach einem Jahrhundert kühner Forschungsgänge ist das Mysterium nun ein wenig besser erklärlich. Das ganze Jahr hindurch wird die Sorgue von Sekundärquellen gespeist und bildet dadurch ein wunderschönes Wasserbecken, das von jahrhundertealten Platanen beschattet wird.

Die große Schönheit dieses Naturschauplatzes hat die Herzen zahlreicher Schriftsteller und Dichter bewegt: Petrarca, Boccaccio, Chateaubriand, Frédéric Mistral und René Char.

 

Das Dorf selbst bietet neue Entdeckungen, wie etwa die Ruinen des Schlosses der Bischöfe von Cavaillon aus dem 14. Jahrhundert, oder die unter Denkmalschutz stehende Kirche Notre-Dame et Saint Véran aus dem 11. Jahrhundert, im provenzalischen romanischen Stil erbaut; sie steht auf den Ruinen eines heidnischen Tempels und ihre Krypta birgt die Grabstätte des heiligen Véran. Eine 1804 errichtete Säule ist dem Gedenken des 500. Geburtstages des Dichters Petrarca gewidmet und Teile eines römischen Kanals sind am linken Ufer der Sorgue zu sehen. Kunsthandwerker zeigen Ihnen stolz ihre Fertigkeiten auf allen Gebieten: gesponnenes Glas und Kristall, Holzarbeiten, Töpferei, Schmuck, Messer, Lederwaren, Glasmalerei, Fotografien auf verschiedenen Untergründen, Konfekt ...  nicht zu vergessen die Maler und Bildhauer - und natürlich alle sonstigen Geschäfte.

Versäumen Sie über all dem nicht einen Besuch im Musée-Bibliothèque Pétrarque; dem Museum « L’Appel de la Liberté », einem Geschichtsmuseum über die Zeit von 1939 bis 1945; dem Ökomuseum der Santons und Traditionen der Provence; dem Ökomuseum du Gouffre und der Sammlung Norbert Casteret, der Höhlenforschung gewidmet; oder auch in der Papiermühle « Vallis Clausa »: die manuelle Herstellung von Papier war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein wichtiges und einträgliches Unternehmen in Fontaine de Vaucluse.

 

Von Fontaine de Vaucluse aus können Sie die Sorgue mit dem Kanu oder im Kajak abfahren. Im Fremdenverkehrsamt von Fontaine de Vaucluse liegen außerdem Karten und Vorschläge für Wanderungen für Sie bereit.

 

Maison de Tourisme
Résidence Jean Garcin, 84800 Fontaine de Vaucluse
Tél. : 04 90 20 32 22
Kontakt
Von April bis September täglich von 10:00 bis 13;00 und von 14:30 bis 18:30 geöffnet.
Von Oktober bis März täglich von 9:30 bis 12:30 und von 14:00 bis 17:30 geöffnet.
Sontagnachmittags und an Feiertagen geschlossen.